Verantwortung für die Umwelt - Grüner Gockel -

Adventslicht im Glas 1
Bildrechte: Dr. Anette Banik
... aus einem Fundus von selbst gemachten Geschenken.

Das Umweltteam wünscht eine schöne, besinnliche und gesegnete Adventszeit. 

Wir haben auch etwas für Sie mitgebracht - ein paar kleine Ideen zur Weihnachtszeit, wie wir Schönes mit Praktischem gut verbinden können und damit sogar die Umwelt schonen.

Bleiben Sie gesund und bis bald.

 

 

 

 

 

Lesen Sie hier, wie es zu unserer Umweltgruppe und dem Zertifikat Grüner Gockel gekommen ist.

______________________________________________________________________________________________________________________

Umweltbewußt durch die Weihnachtszeit

22.11.2021

Geschenke, Lichter, Weihnachtsbaum und gutes Essen, das gehört für viele zu einer schönen Weihnachtszeit. Doch können wir diese Zeit auch mit mehr Umweltbewusstsein gestalten?

Wir haben recherchiert und viele Tipps und Anregungen gesammelt, die schönste Zeit des Jahres nachhaltig und umweltfreundlich zu gestalten.

Tipp 1: Geschenkverpackungen
Buntes Geschenkpapier ist oft beschichtet (z.B. mit Alu) und darf nicht ins Altpapier. Was tun?  Verwenden Sie z.B.:

-Keksdosen, Behälter oder Körbe; -Socken in allen Varianten; -Handtücher, Geschirrhandtücher, Schals und Tücher (Tipp: Furoshiki Falttechnik); -selbstgenähte Stoffbeutel; -Packpapier (selbstdekoriert) oder alte Bücherseiten; -Geschenktüten oder Geschenkkartons (werden garantiert mehrfach verwendet).

Und wenn es doch Geschenkpapier sein soll, dann verwenden Sie Recycling-Papier und halten Sie Ausschau nach Siegeln wie „Der Blaue Engel“ oder dem „FSC*“-Kennzeichen. Oft lässt sich Geschenkpapier auch teilweise mehrfach verwenden.

Zur Deko kombinieren Sie einfach Kordeln, farbige Schnüre oder Draht mit natürlichen Materialen aus Garten und Wald (Zweige, Zapfen, etc), alles wunderbar wiederverwertbar.

Auch Weihnachtskarten lassen sich leicht selber gestalten und bescheren doppelte Freude.

Tipp 2: Geschenke
Achten Sie auf nachhaltige Geschenke, die fair produziert, möglichst regional und aus nachhaltigen Materialien sind. Holzspielzeug, hochwertige Spielwaren und Kleidung halten länger und können später weitergegeben werden. Günstige Plastikwaren und Elektroartikel sind kurzlebig und enthalten oft chemische Schadstoffe. Informieren Sie sich bei Ökotest, Stiftung Warentest oder beim Umweltbundesamt über gute Alternativen. Unser Tipp: Schenken Sie Selbstgemachtes oder eine gemeinsame Unternehmung wie ein Konzert- oder Kinobesuch.

Tipp 3: Weihnachtsbaum und Weihnachtsbeleuchtung
Achten Sie beim Kauf auf regionale Händler und, um Pestizide im Wohnzimmer zu vermeiden, möglichst biozertifiziert oder aus FSC-zertifizierten Wäldern. Alternativen sind ein lebender Baum im Topf oder eine Dekoration aus Zweigen. Verwenden Sie Bienenwachskerzen und energiesparende LED-Lichterketten, die keine Batterien benötigen oder solche, bei denen Sie wiederaufladbare Batterien benutzen können. 

Auch bei der Weihnachtsbeleuchtung im Freien sollte man sich Gedanken machen und diese möglichst energiearm gestalten. Man kann z.B. LED verwenden, Batterien vermeiden und um 22 Uhr alles abschalten. Beiträge zum generellen Thema Lichtverschmutzung finden Sie  beim BR Fernsehen, beim Eichenauer Umweltbeirat oder auch bei www.paten-der-nacht.de

Tipp 4: Weihnachtsessen
Kaufen Sie regional und Bioprodukte ein. Die Haltung von Importgänsen erfüllt meist keine Tierwohlkriterien. Eine Alternative dazu finden Sie sicher in unseren umliegenden Hofläden.
Viele regionale Tipps dazu finden Sie auf der Eichenauer Umweltbeirat Homepage „Umweltfreundlich Einkaufen“.

Tipp 5: Silvester
Verzichten oder reduzieren Sie das Feuerwerk. Neben der Belastung durch Schadstoffe, Müll und Feinstaub für den Mensch ist es auch eine enorme Belastung für alle Tiere, Das gilt insbesondere für die Wildtiere, die durch jede Störung aufgeschreckt werden und Probleme mit ihren knappen Energiereserven bekommen.


War ein guter Tipp für Sie dabei? Dann lassen Sie es uns wissen. Gerne nehmen wir auch Ihre Tipps und Anregungen entgegen.


Das Umweltteam der Friedenskirche wünscht Ihnen allen eine gesegnete Weihnachtszeit und ein gesundes neues Jahr!

 

Quellen: Umweltbundesamt, Öko-Weihnachtstipps-NABU, Ökotest, Homepage Umweltbeirat Eichenau, Bund Naturschutz, * FSC® „Forest Stewardship Council®“: internationales Zertifizierungssystem für nachhaltigere Waldwirtschaft.

 

______________________________________________________________________________________________________________________

Zertifikat "Grüner Gockel" 2020
Bildrechte: Andrea Köhler-Wanner
Zertifikat 2020

Rezertifizierung 2020

Rezertifizierung zum 2. Mal gelungen!

Am 20. Oktober 2020 war es wieder soweit: die Kirchengemeinde der Friedenskirche Eichenau/Alling wurde im Rahmen der Re-Zertifizierung erneut auf ihr Verhalten in den Bereichen Umweltschutz, Naturerhalt, Lebensraumwahrung und Artenvielfalt – letztlich - der Schöpfung Gottes geprüft.

Nach umfangreichen energetisch wichtigen Sanierungen und Erstellung eines Umweltplans wurde 2012 erstmals das Zertifikat „Grüner Gockel“ für umweltgerechtes Handeln erteilt. 2016 konnte das Zertifikat durch kontinuierliche Weiterentwicklung erneut erlangt werden.

Seit damals haben Umweltteam, Kirchenvorstand und alle Ein­richtungen (Kinderhaus, Vorkindergarten sowie Arbeitskreise und kirchliche Gruppen) innerhalb der evangelischen Friedenskirche zahlreiche An­strengungen unternommen, um dem Umweltgedanken und der Ressourcenschonung Rechnung zu tragen und das Bewusstsein auf allen Ebenen und unter allen Betroffenen zu schärfen.

Der zentrale Messwert für Fortschritte diesbezüglich ist der sog. CO2-Ausstoß. In der Friedenskirche ist es gelungen, diesen erneut zu reduzieren. Weitere Details werden in den nächsten Ausgaben des Impuls aufgeführt.

 

Hier geht es zur Umwelterklärung 2020.

 

______________________________________________________________________________________________________________________

Verschiedene Beispiele zeigen die positiven Veränderungen seit 2016:

Von Januar bis März wird der Gottesdienst im modernisierten Gemeindesaal, in der sog.  „Winterkirche“ abgehalten. Heizkosten für das Kirchengebäude konnten auf diese Weise eingespart werden. Auf die Anschaffung einer neuen Heizanlage für das Kirchengebäude kann daher verzichtet werden.
Nicht nur im Gemeindesaal, sondern wo immer möglich, wurde auf eine energiesparende LED-Beleuchtung umgestellt und ein hohes Einsparvolumen erzeugt.

Ein Lieferantenwechsel (Bio/Regio) beim „Kinderhaus“-Mittagessen mit verkürzten Lieferwegen wirkt sich günstig auf die CO2-Bilanz aus.  Nach wie vor wird darauf geachtet, dass bei Beschaffungen jeglicher Art z.B. für Gemeindefeste und Freizeiten Bio-Anbieter und/oder regionale Anbieter zum Zuge kommen.

Durch Leasing werden Bürogeräte regelmäßig erneuert, beim Einkauf wird auf Öko- und Regio­nalware geachtet und es findet eine regelmäßige Überprüfung des Papier­verbrauchs statt.

Neu aufgesetzt im Jahr 2018 wurde das „Repair-Café“, bei dem freiwillige Helfer Fachwissen, -kenntnisse und bisweilen auch Werkzeug zur Verfügung stellen, um bei der Reparatur von z.B. Fahrrädern oder elektrischen Geräten zu helfen. So können unnötige Neuanschaffungen vermieden werden, für Pflege und Erhalt sensibilisiert werden und Hilfe zur Selbsthilfe geboten werden.

Seit 2019 existiert das „Café Campanile“ mit seiner regelmäßigen Einladung zu Kaffee (sortenrein) & Kuchen (selbstgebacken). So setzen wir den Fair­Trade-Gedanken der frühen Jahre fort.

In einer umfangreichen Umwelterklärung mit allen Zahlen und Fakten wurden diese Veränderungen dargestellt und neue Ziele definiert.

Der Umweltrevisor der Evangelischen Landeskirche prüfte alle durchgeführten Maßnahmen und neu definierte Ziele und verkündete nach einer ausführlichen Begehung der Räumlichkeiten das Ergebnis:
BESTANDEN!
Re-Zertifizierung wieder erteilt!
Der „Grüne Gockel“ unserer Gemeinde darf weiter krähen!

Alle Einzelheiten zu Zahlen, Maßnahmen und Ziele finden Sie in unserer aktualisierten Umwelterklärung, die Sie gerne gedruckt auf Nachfrage erhalten oder hier abrufen können.

Und natürlich wollen wir weiterhin mit großem Engagement und aller Kraft unsere Herzensangelegenheit, nämlich die Erhaltung der Schöpfung Gottes weiter betreiben.

„Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.“ (1. Mose 2,15)

Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten. Wir freuen uns über Ihre Mitarbeit und Unterstützung in der Kirchengemeinde oder im Umweltteam, denn nicht ein paar Einzelne, sondern wir alle gemeinsam mit vielen kleinen Beiträgen können so viel erreichen.

______________________________________________________________________________________________________________________

Linkliste zu interessanten Beiträge aus dem Umweltteam